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KIRCHENKREIS BERLIN-SCHÖNEBERG

Vorschlagskommission benennt drei Kandidatinnen für das Amt der Superintendentin im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg

Vorstellungstermine und Wahlsynode im September

 

In ihrer abschließenden Sitzung am Montag, 5. Juli 2010, hat die Vorschlagskommission (von der Schöneberger Kreissynode gewählte Mitglieder und von der Kirchenleitung benannte Personen, unter Vorsitz von Generalsuperintendent Ralf Meister) die Pfarrerinnen Birgit Klostermeier, Monika Matthias und Friederike Pfaff-Gronau als Kandidatinnen für das Amt der Superintendentin im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg benannt.

Die Kandidatinnen werden an den drei Sonntagen vor der am 24./25. September tagenden Wahlsynode jeweils einen Gottesdienst leiten und predigen, anschließend zu Fragen und Gespräch zur Verfügung stehen und sich in Gremien des Kirchenkreises vorstellen. Im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg, der 10 Gemeinden mit rund 31.000 Mitgliedern umfasst, wird das Amt der Superintendentin für die Dauer von 10 Jahren besetzt.

 

Zu den Aufgaben der leitenden Geistlichen gehört es, die geschwisterliche Zusammenarbeit der Kirchengemeinden, Gremien, Ämter und Dienste im Kirchenkreis zu fördern und mit dem Kreiskirchenrat für die Erfüllung kirchlicher Aufgaben zu sorgen. Sie besucht und berät die Gemeinden und Einrichtungen und ist Seelsorgerin für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Superintendentin obliegt im Zusammenwirken mit dem Konsistorium der Landeskirche zudem die Dienstaufsicht über die Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie vertritt den Kirchenkreis in der Öffentlichkeit.

 

 

Information zu den Kandidatinnen:

Aktualisierung der Online-Fassung: 16. Juli 2010

 

Birgit Klostermeier, 1960 geboren in Herford, aufgewachsen in Witten/Ruhr und Osnabrück, studierte Theologie und Soziologie in Göttingen und Heidelberg. Nach dem Vikariat in Hannover war sie elf Jahre Gemeindepastorin in Wunstorf in der Nähe von Hannover. Predigten, Gesprächsreihen und -foren zu theologischen, ethischen und sozialpolitischen Fragen, Kooperationen und Projektarbeit mit kommunalen Trägern und örtlichen Selbsthilfegruppen (Psychiatrie, Wohnungslosenhilfe, Pflegende Angehörige, Schulen etc.), offene Frauenarbeit, christlich-muslimischer Dialog, Stadtkirchen- und Ausstellungsarbeit und die theologische Weiterbildung von Ehrenamtlichen gehörte zu ihren Schwerpunkten. Als Studienleiterin im Pastoralkolleg Loccum war sie seit 1995 mit der Planung, Leitung und Durchführung von Pastoral- und Kirchenkreiskollegs zu theologischen und praktisch-theologischen Themen befasst wie beispielsweise kirchliche Berufsbilder, Gemeindeleitung, Verkündigung, Organisationsentwicklung und Spiritualität. Von 2002 an leitete sie die berufsübergreifende Fortbildung in den ersten Amtsjahren (FEA) der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Seit März 2008 arbeitet sie im Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD und ist u. a. beauftragt, die pastoral- und kirchensoziologische Perspektive in Aus- und Fortbildungsseminare einzubringen. Sie ist Gemeinde- und Organisationsberaterin und hat sich im Rahmen einer Doktorarbeit an der Theologischen Fakultät Basel mit kirchlichen Reformprozessen beschäftigt. Sie hat zwei erwachsene Söhne und ist in zweiter Ehe verheiratet.

 

Monika Matthias wurde 1957 in Mundelsheim/Schwaben geboren. Als Kind einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters lernte sie schon früh die Kostbarkeit von Ökumene kennen. Weitere Erfahrungen im CVJM und einer engagierten Jugendarbeit führten sie zum Studium der Theologie in Tübingen und Göttingen. Prägend waren Manfred Josuttis, Dorothee Sölle, eine Seelsorge-Ausbildung, die eine Ahnung von der heilenden Kraft christlichen Glaubens vermittelte, und die Mitarbeit in der Friedens- und der Frauenbewegung. Mit ihrem Ehemann Stefan Matthias – heute Pfarrer und Zen-Lehrer – ging sie 1983 nach Berlin. Nach der Geburt des Sohnes Simon teilte sie sich mit ihrem Mann 9 Jahre lang die Pfarrstelle in der Martha-Gemeinde in Kreuzberg. Seit 12 Jahren ist sie dort alleinige Pfarrerin, jedoch Teil eines starken Teams von Haupt- und Ehrenamtlichen. Schwerpunkt der Gemeinde ist das Aufspüren der spirituellen Sehnsüchte, das Einüben eines heilsamen geistlichen Lebens und interreligiöse Dialogfähigkeit. Zugleich nimmt die Gemeinde in der offenen Jugend- und der Frauenarbeit gesellschaftliche Herausforderungen wahr. Monika Matthias hat kreiskirchliche Prozesse im Kirchenkreis Stadtmitte mitbegleitet und hat Freude am lebenslangen Lernen: Bibliodrama, Psychosynthese-Therapie, systemische Beratung, Coaching, Meditation und geistliche Begleitung. Ihr Ehrenamt im Vorstand von Oikocredit weitet ihren Blick auf die Anliegen weltweiter Gerechtigkeit. Wie glückt Leben und Zusammenleben? Dieser Grundfrage ist sie auf der Spur und sie ist überzeugt davon, dass Spiritualität, Glaube und Kirche viel dazu beitragen können.

 

Friederike Pfaff-Gronau, geboren 1958 in Bad Kreuznach, studierte Ev. Theologie in Berlin und Heidelberg und beendete ihr Studium 1984/1986 mit dem ersten und zweiten theologischen Examen. Nach Vikariat und Hilfsdienst war sie Pfarrerin in der Ev. Kirche im Rheinland in den Arbeitsbereichen Gemeinde und Klinikseelsorge. Seit 1996 wohnt sie in Berlin. Hier war sie zunächst in verschiedenen Kirchenkreisen ehrenamtlich tätig. Im Jahr 2002 wurde sie als Pfarrerin bei der Diakonie-Station Steglitz und dem Ev. Pflegeheim Lutherstift angestellt. Seit 2006 ist sie dort als geschäftsführende Pfarrerin tätig. Sie ist Mitglied der Landessynode der EKBO und des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes der EKBO (DWBO). Friederike Pfaff-Gronau ist qualifiziert in der Klinischen Seelsorge Ausbildung (KSA), hat zudem an einer Coaching-Ausbildung für kirchliche Leitungskräfte teilgenommen, die sie für Führungs- und Leitungsaufgaben befähigt. Ihre Bewerbung um das Amt der Superintendentin im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg verfolgt sie mit dem Anliegen, ihre in kirchlichen Arbeits- und Handlungsfeldern erworbenen Kernkompetenzen in eine neue Aufgabe einzutragen und dabei Wegbegleiterin im Kirchenkreis zu sein. Transparente Kommunikationsstrukturen sind ihr ebenso wichtig wie wirtschaftlich ausgewogenes Agieren und klare Verwaltungsstrukturen. In gleichem Maße sind ihr die Bedeutung der Seelsorge für den Einzelnen, diakonisches Denken und Handeln sowie das gottesdienstliche Feiern der Gemeinde besondere Anliegen. Friederike Pfaff-Gronau ist verheiratet und hat drei Kinder.

 

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Bildnachweis (Foto/Banner, Seite oben): Helmut Hlawa