EVANGELISCHER ENTWICKLUNGSDIENST (EED)
Wir haben es satt!
Demonstration für das Menschenrecht auf Nahrung und eine bäuerlich-nachhaltige Landwirtschaft

Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) ist Mitträger der Demonstration "Wir haben es satt" zur Grünen Woche am 21. Januar 2012 in Berlin. Die Demonstration startet um 11.30 Uhr am Hauptbahnhof. Es werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet. Eine Protesttafel wird auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen. Auf der Abschlussveranstaltung spricht der EED Vorstand Dr. Claudia Warning.
Die Teilnehmer fordern von Bundeskanzlerin Merkel:
Die Demonstration hat eine starke entwicklungspolitische Komponente und greift Positionen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf. Die EKD begrüßt die Ankündigung von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, sich bei der Europäischen Union für ein Ende der Exportsubventionen einzusetzen. "Mit der Forderung nach dem Ende der EU-Exportsubventionen setzt Bundesministerin Aigner konsequent ihr Engagement fort, das sie in der Welternährungsorganisation (FAO) mit ihrem Einsatz für das Recht auf Nahrung begonnen hat", sagte Prälat Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der EU. "Es ist zu hoffen, dass dieses Engagement nun auch in die EU-Agrarreform getragen wird."
Die Exportsubventionen müssten vollständig als Instrument aus der Marktordnung gestrichen werden. Nur so sei sichergestellt, dass ihre Markt verzerrende Wirkung gestoppt würde, so der EKD-Bevollmächtigte. In der Vergangenheit seien die Agrar-Produzenten der Entwicklungsländer durch die Subventionen massiv benachteiligt gewesen.
Die EKD hatte im Oktober mit ihrem Papier "Leitlinien für eine multifunktionale und nachhaltige Landwirtschaft – Zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union" (EKD Texte 114) Position zum EU-Agrarreformprozess bezogen. Mit Blick auf die internationale Wirkung der EU-Agrarpolitik erinnert die EKD in ihrem Papier daran, dass viele Probleme der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern nicht mehr nur von den Exportsubventionen herrühren. Auch der expansive Sojaanbau in Südamerika für die Eiweißfuttermittelversorgung in Europa oder die Fleischexporte nach Westafrika seien problematisch. Der Sojaanbau sei häufig von Vertreibung von Kleinbauern begleitet. Die Fleischexporte führten zu großen Arbeitsplatzverlusten in der Landwirtschaft in Westafrika. Durch eine nicht geschlossene Kühlkette stellten sie oft eine Gesundheitsgefahr dar.
Weiterführende Informationen und Materialien
Aufruf (620 KB)
Folder (559 KB)
Website: www.wir-haben-es-satt.de
12011601 · EED/sdm
Start | Aktuell | Kalender | Kirchenkreis | Unser Glaube | Kontakt | Suche | Links | Spenden | Lageplan | Download | Impressum
Angebote | Gemeinden | Einrichtungen | Organe | Personen | Projekte | Geistliches Wort | Podcast | Themen