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KIRCHENKREIS BERLIN-SCHÖNEBERG · EVANGELISCHER KIRCHENKREIS BERLIN-WILMERSDORF

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"Willkommen in unseren Gemeinden"

Evangelische Kirche in Schöneberg und in Wilmersdorf erstmals auf Lesbisch-Schwulem Stadtfest vertreten

 

Berlin, 12. Juni 2012 | Die evangelischen Kirchenkreise Schöneberg und Wilmersdorf präsentieren sich in diesem Jahr erstmals auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest (Motzstraßenfest). Unter dem Motto "Willkommen in unseren Gemeinden" laden sie am Wochenende 16./17. Juni ein zur Begegnung an den Pavillons 126/127 in der Fuggerstraße. Ansprechpartner/innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen informieren über die kirchliche Arbeit in Schöneberg und Wilmersdorf, Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement sowie spezielle Angebote für Regenbogenbogenfamilien und die Segnung von Lebenspartnerschaften. Mit dabei sind auch die "Queeren Theologiestudierenden", künftige Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirche.

 

"Kirche ist, wo die Menschen sind. Liebe verdient nicht nur Respekt, sondern ein Lebensumfeld, in dem sich Liebe in gegenseitiger Verantwortung auch entfalten kann", so die leitende Geistliche im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg, Superintendentin Dr. Birgit Klostermeier. "Auch wenn unsere Gemeinden unterschiedliche Akzente setzen – Kirche ist in Bewegung und wir laden herzlich dazu ein, mitzugehen und mitzugestalten."

 

Schöneberg und Wilmersdorf gehören traditionell zu den Stadtteilen mit hohem Anteil schwul-lesbischer Wohnbevölkerung. Nach Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes 2001 ermöglichten Gemeinden der beiden evangelischen Kirchenkreise als erste in Berlin Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare: seit 2001 in Schöneberg und in Wilmersdorf seit 2002.

 

Zu Partnerschaftssegnungen sagt der Superintendent des Kirchenkreises Wilmersdorf, Harald Grün-Rath: "Verantwortlich und verlässlich miteinander zu leben, einander zu halten in guten wie in schwierigen Zeiten, das entspricht Gottes Willen. Dauerhaft beieinander bleiben ist ein Wagnis, das der besonderen Zusage Gottes bedarf."

 

Inzwischen nehmen Taufen von Kindern aus Regenbogenfamilien zu; diese finden kompetente Unterstützung unter anderem in evangelischen Kindertageseinrichtungen.

 

Um die Belange queerer Theologiestudierender zu vertreten, haben sich derzeit 13 Berliner Studentinnen und Studenten der Evangelischen Theologie zusammengeschlossen. Als Projekt des Studierendenkonventes auch von der Ausbildungsabteilung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) anerkannt, haben sie das Informationsfaltblatt der EKBO zu Partnerschaftssegnungen, das auch auf dem Straßenfest verteilt wird, wesentlich mitgestaltet.

 

In diesem Jahr findet das Lesbisch-Schwule Stadtfest rund um den Nollendorfplatz zum 20. Mal statt. Das 1993 ins Leben gerufene Straßenfest zählt zu Berlins beliebtesten Partymeilen und gilt mit mehr als 450.000 Gästen als größtes seiner Art in Europa.

 

Der Pavillon der evangelischen Kirchenkreise befindet sich in der Fuggerstraße, zwischen Kalckreuth- und Martin-Luther-Straße (Standnummer 126/127). Für Information und Gespräche am Kirchen-Pavillon werden sich jeweils ab 11 Uhr haupt- und ehrenamtlich Tätige aus unterschiedlichen kirchlichen Arbeitsfeldern abwechseln: neben Kitas z. B. Krankenhausseelsorge, Diakonie, Kirchenmusik, Evangelische Jugend sowie Verantwortliche aus einzelnen Gemeinden und kirchlichen Gremien.

 

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Bildnachweis (Foto/Banner, Seite oben): Helmut Hlawa