Pflege zuhause: Diakoniestation Schöneberg Die
in Kirchengemeinden tätigen Gemeindeschwestern wurden vor rund zwanzig
Jahren in Diakoniestationen zusammengeführt. Angesichts zunehmender
Einsätze in der häuslichen Krankenpflege sollte ihre Arbeit
effektiver gestaltet werden. Träger der Diakoniestationen wurden Gemeindeverbände oder,
wie in Schöneberg, Kirchenkreise.
Professionalität und Qualität
Unsere Diakoniestation ist auf dem Gelände der Kirchengemeinde Alt-Schöneberg
in der Hauptstraße 47 zentral und gut untergebracht. Rund 120 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die meisten im Pflegeeinsatz und teilzeitbeschäftigt,
versorgen gegenwärtig fast 300 Patienten. Neben den in Kranken-
oder Altenpflege examinierten Einsatzkräften sind Mitarbeiter/innen
in der Hauspflege tätig, die in der Regel einen 200 Stunden umfassenden
Grundkurs absolviert haben. Alle Beschäftigten werden fortlaufend
fachlich weitergebildet. Beim sog. Innenteam verteilen sich die Aufgaben
auf die Pflegedienst- und die Einsatzleitung, Sozialarbeiter/innen, Beschäftigte
in der Verwaltung sowie eine Qualititätsbeauftragte. Neben der Beratung
neuer Patienten ist es eine Hauptaufgabe der Sozialarbeiter/innen zu
klären, wer (Krankenkasse, Bezirksamt oder andere Stellen) die Kosten
notwendiger Leistungen übernimmt.
Behandlungs-, Grund- und Hauspflege
Die erfahrenen Krankenschwestern und
-pfleger kommen auf ärztliche Verordnung, im Rahmen der Pflegeversicherung
oder auf privaten Wunsch zu den Patienten ins Haus. Sie erneuern beispielsweise
Verbände und versorgen Wunden (Behandlungspflege) oder helfen beim
täglichen An- und Auskleiden (Grundpflege). Leistungen im Rahmen
der Hauspflege sind unter anderem Unterstützung bei der Haushaltsführung,
bei der Körperpflege und die Begleitung, etwa auf den Wegen zum
Arzt oder zu Freunden.
Ambulante und weitergehende Dienste
Grundsätzlich wollen wir den Menschen die Möglichkeit geben,
trotz Hilfebedürftigkeit in ihrer eigenen Wohnung zu bleiben. Über
das übliche Maß hinaus lassen wir unseren Patienten auch weitere
Dienstleistungen zukommen, zum Beispiel durch Verleih von Pflegehilfsmittel
(kostenlos oder zum Selbstkostenpreis). Die Diakoniestation bietet Veranstaltungen
und Ausflüge an und stellt auch gern, sofern von den Patienten gewünscht,
den Kontakt zur jeweiligen Kirchengemeinde her. Über die Krankenhausseelsorge
soll auch bei vorübergehend stationären Krankenhausaufenthalten
die Verbindung zu den Patienten aufrecht erhalten werden.
Claus-Peter Haupt,
Geschäftsführer der Diakoniestation Schöneberg |