Evangelische Königin-Luise-und-Silas-Kirchengemeinde Geschichte im Überblick
Die Gemeinde ist 2001 aus der Fusion der 1912 als Tochter der Alt-Schöneberger Gemeinde gegründeten Königin-Luise-Gedächtnis-Kirchengemeinde mit der Silas-Kirchengemeinde, einer späteren (1963) Ausgründung der Apostel-Paulus-Kirchengemeinde, hervorgegangen. Sie zählt gegenwärtig rund 3.600 Gemeindemitglieder. Wie kommt die Luise auf die Insel? Am 22. März 1910 beschloss der Gemeindekirchenrat den Namen Königin-Luise-Gedächtniskirche für das Bauwerk. Konsistorialrat Bartels kommentierte die Entscheidung damals folgendermaßen: "Der Gemeindekirchenrat wurde hierbei von dem Gedanken geleitet, dass die Gedächtnisfeier des hundertjährigen Todestages der unvergesslichen Königin innerhalb der Gemeinde Schöneberg nicht würdiger begangen werden könne, als mit der Grundsteinlegung einer Kirche, die ihren Namen trägt und ihr Ansehen dem Volk alle Tage lebendig erhalten soll. Gerade Schöneberg habe hierzu besondere Veranlassung, als einst die Prinzessin Luise am 22. Dezember 1793 in ihre künftige Residenz ihren Einzug hielt, ist ihr zu Schöneberg an der alten Kirche der erste Willkommensgruß entboten worden." Die königliche Kirchenbehörde lehnte jedoch diesen Namensvorschlag anfangs ab. Deshalb unterstrich Superintendent Schöttler die Entscheidung: "Wenn auch das neue Gotteshaus äusserlich nur ein bescheidenes Gewand tragen wird, so wird es gerade hierin der Sinnesart jener hohen Frau entsprechen, die in ihrer hehren Einfachheit ihre Größe hat und gerade da, wo die mitthen in ihrem geliebten Volk stand, eine Königin von Gottes Gnaden war." 1910 war die preußische Königin auf dem Höhepunkt ihrer Verehrung. Aus den Quellen wird aber deutlich, dass Name und Vorbild der Königin auch eine sittliche Ausstrahlung auf die Bewohnerschaft der "Insel" bewirken sollte. So wird der Kirchbau in einem "Stadtteil … mit besonderen Lebensbedingungen, Bevölkerungsklassen, auch sittlichen Gefahren durch das nicht unbedeutende militärische Element, welches dort domiciliert", begründet. Vermutlich haben auch die Kirchbaupläne der katholischen Gemeinde die Namensgebung mit provoziert: Der heiligen St. Elisabeth wurde so die bisweilen als "preußische Heilige" verehrte Königin Luise gegenübergestellt. Ebenso wie die heilige Elisabeth galt Luise als volksverbunden. Im Norden Berlins gibt es eine Schwesterkirche, die Königin-Luise-Kirche Waidmannslust. Auch ihr Grundstein wurde 1910 gelegt und sie wurde 1913 fertiggestellt. Hier hatte Kaiserin Auguste Viktoria das Patronat übernommen und den Bau finanziell unterstützt. Sicher ist, dass die Gemeinde in Schöneberg ebenso eine finanzielle Unterstützung durch das Kaiserhaus erhofft hatte, zumal diese Kirche ausdrücklich Gedächtniskirche heißen sollte. Kaiserin Auguste Viktoria ließ diese Bitte jedoch abschlägig bescheiden, da die Mittel erschöpft seien. So wurde am 23. Dezember 1910, "dem 117. Jahrestag des Einzuges der Prinzessin Luise von Mecklenburg Strehlitz in Schöneberg", aus eigener Kraft der Grundstein für diese Kirche gelegt. von Heidenfeld |
KÖNIGIN LUISE UND SILAS

Gemeindejubiläen 2011/12
Programmbroschüre (953 KB)
4. Dezember bis 18. März 2012
Predigtreihe zur Bergpredigt anl. der Gemeindejubiläen 50 Jahre Silas-Kirche und 100 Jahre Königin-Luise-Gedächtnis-Kirche
Predigtplan (70 KB)
13. bis 15. Januar 2012
Gemeindefreizeit in Hirschluch
Informationsblatt (63 KB)

Ev. Königin-Luise-Kindertagesstätte

Ev. Silas-Kindertagesstätte

Verbund evangelischer Kindertagesstätten im Kirchenkres Berlin-Schöneberg
Informationsbroschüre
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