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Die neugotische Kirche "Zum Guten Hirten" am Friedrich-
wilhelm-Platz in Berlin-Friedenau |
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Überblick
Die folgenden Grundsätze (Leitbild) sollen allen Gemeindegliedern
als Leitfaden für ihr Handeln nach innen und nach außen dienen
und damit dazu beitragen, unsere Gemeinde mit noch mehr Leben zu erfüllen:
Orte
Unsere Kirche, das Gemeindehaus und der Kindergarten sind Orte der
Begegnung, wo Menschen jeden Alters
- sich zum Erfahrungsaustausch treffen
- gemeinsam Antworten nach einer sinnvollen Lebensgestaltung suchen
- sich mit der Botschaft der Bibel auseinandersetzen
- miteinander feiern
- sich über Werte und Normen verständigen
Dazu stellen wir unseren Gemeindegliedern im Rahmen des Möglichen
Räume zur Verfügung und ermutigen sie, in Eigeninitiative
Angebote für Begegnungen, Freizeit- oder Lebensgestaltung zu entwickeln.
Inhalte
Es ist unser Ziel, die Menschen rund um den Friedrich-Wilhelm-Platz
in ihrer jeweiligen Lebenssituation wahrzunehmen. Erziehungs- und
Glaubensfragen, soziale und gesellschaftliche Probleme, kulturelle
Entwicklungen, theologische und ethische Fragen sind uns ebenso wichtig
wie Fragen der individuellen Lebensgestaltung und persönlicher
Lebenskrisen.
Was wir in unserer Gemeinde tun, verstehen wir als einen
Versuch, die Menschen in diesen vielfältigen Bezügen zu
begleiten: in der Predigt ebenso wie durch Beratungsgespräche,
Hausbesuche und Seelsorge, Beichte und Sterbebegleitung, durch Vorträge
oder Gesprächskreise, aber auch durch die konkrete Hilfe u.
a. für
Obdachlose im Rahmen unserer Nachtcaféarbeit. Wir verstehen
Taufe, Konfirmation, Trauung und Trauerphasen als wichtige Ereignisse,
anlässlich derer Menschen einer besonderen Zuwendung bedürfen.
Wege
Wir verstehen christliche Gemeinde als eine Gemeinschaft, in der
alle Mitglieder sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten einbringen
können.
Wir achten unterschiedliche Meinungen und Arbeitsstile. Wir bemühen
uns, einander nicht zu überfordern. Differenzen und Konflikte
wollen wir so direkt und schnell wie möglich miteinander besprechen.
Ratsuchende
können von uns ein aufmerksames Ohr, Vertraulichkeit
und Hilfe erwarten. Wo wir selber nicht weiterhelfen können, benennen
wir im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterführende Partner.
Unsere
Leitungsprinzipien heißen Fördern, Stärken
und Motivieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übertragen wir
im Rahmen klarer Vereinbarungen selbständige Kompetenzen. Bei
Entscheidungen beziehen wir die Betroffenen mit ein und sorgen für
Transparenz.
Gottesdienste
Als zentrales Angebot unserer Gemeinde sehen wir Gottesdienste, die
in Wort, Sakrament und Musik anregen, berühren und uns mit Gott
in Verbindung bringen. Es ist uns wichtig, Gottesdienst in vielfältigen
Formen zu feiern. Dabei soll das Kirchenjahr in besonderer Weise
wahrnehmbar und lebendig werden.
Da wir den Gottesdienst als Gestaltungsaufgabe
für die ganze
Gemeinde verstehen, wollen wir die eigenverantwortliche Mitgestaltung
unserer Gottesdienste durch Laien fördern, um so Vielfalt von
Glaubens- und Lebenserfahrungen einfließen zu lassen. Im sonntäglichen
Familiengottesdienst werden Kinder und Erwachsene jeder Generation
gleichberechtigt angesprochen und aktiv in die Liturgie, die musikalische
Gestaltung und die Wortverkündigung einbezogen.
Kirchenmusik
Musik ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeindelebens. Ihre Pflege und das gemeinsame Singen und Musizieren im Gottesdienst erschließen uns die Botschaft Gottes auf eigene Weise. Mit regelmäßigen Konzerten pflegen wir die traditionelle Kirchenmusik. Wir fördern das gemeinsame Singen in Kinder- und Jugendgruppen, auch durch fachliche Anleitung.
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben wir konkrete Ziele:
die Hinführung zur Selbständigkeit ebenso wie die Erfahrung
von Geborgenheit und Zuwendung, die Erziehung zur Selbstverantwortung
und zur Übernahme von Verantwortung für andere, die Ausrichtung
an verbindlichen Regeln ebenso wie die Entwicklung eigenständiger
Positionen, die bewusste Wahrnehmung von Natur, Umwelt und Gesellschaft,
und in allem das Selbstbewusstsein, Glauben zu leben und formulieren
zu können.
Dem entspricht, dass unsere Jugendarbeit "bündisch" organisiert
ist, das heißt in festen Gruppen, die vom verbindlichen Engagement
ihrer Mitglieder leben. Herzstück sind die Fahrten und Freizeiten.
Aber auch die Reisen mit Kindern und Konfirmandengruppen werden als
wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit gesehen.
Zusammenarbeit
Als Bereicherung erfahren wir die Zusammenarbeit mit unseren evangelischen
und katholischen Nachbar- und Partnergemeinden, die Übernahme
von Aufgaben auf Kirchenkreisebene und die Kindertagesstättenarbeit
im Verbund mit anderen Schöneberger Gemeinden.
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