Evangelische Kirchengemeinde
Zum Heilsbronnen

 

Überblick
Gottesdienste
In der Woche
Angebote
 

Kontakt
Lageplan
 
Zur Website

Überblick

Die Evangelische Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen ist eine Tochter der Schöneberger Dorfkirchengemeinde. Sie wurde 1913 selbständig zur geistlichen Versorgung des von 1890 bis 1914 erbauten Bayerischen Viertels. Der Name "Zum Heilsbronnen" hat Jesaja 12,3 zur Grundlage: "Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen." Inwieweit die Tatsache, dass es wohl einen Brunnen für Menschen und Vieh an der Stelle gab, an der jetzt die Kirche steht, bei der Namenssuche eine Rolle gespielt hat, bleibt offen. Die Gemeinde wird im Osten durch die Eisenacher Straße, im Westen durch die Kufsteiner und Bamberger Straße, im Norden durch die Motz- und Geisbergstraße und im Süden durch die Badensche Straße begrenzt. Zentrale Punkte sind der Bayerische Platz und der Viktoria-Luise-Platz. Die Martin-Luther-Straße, eine vielbefahrene, unfallträchtige Nord-Süd-Verbindung, durchschneidet das Gemeindegebiet. Der Gemeindebezirk hat rund 20.000 überwiegend deutsche Einwohner/innen, davon leben 50 % in geräumigen Altbauwohnungen und 50 % in Sozialwohnungen. Die Gemeinde wird von Pfarrer Christian J. Hövermann und Diakon Axel Heyne betreut.

Das Bayerische Viertel gehörte, wie Kurfürstendamm und Tauentzien, zum sog. "Berliner Westen". Es wurde aber auch "Jüdische Schweiz" genannt: "Schweiz" wegen der besonders schönen Wohngegend; "jüdisch" wegen des hohen Anteils an jüdischen Bewohnerinnen und Bewohnern. Für diese gab es in der Münchener Straße eine Synagoge, die 1938 nicht zerstört wurde, weil sie in eine Häuserzeile eingebaut war. Auf Grund starker Bombenschäden und wegen des Mangels an jüdischen Einwohnern verzichtete die jüdische Gemeinde nach Kriegsende auf eine Wiederherstellung und gab sie 1956 auf. Ein Gedenkstein erinnert dort an den einstigen Standort. Eine anschauliche Ausstellung zeigt heute auf, wie die jüdische Bevölkerung Schritt für Schritt vom gemeinschaftlichen Leben ausgeschlossen wurde, bis hin zur Ermordung: Dazu sind Schilder an Straßenlaternen angebracht, die plakative Symbole zeigen und die jeweiligen Gesetzte und Bestimmungen nennen, die zur Ausgrenzung und zum Mord führten.

Die Evangelische Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen ist mit 6.195 Kirchenmitgliedern die drittgrößte Gemeinde im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg.

Im Krieg wurde die 1912 erbaute Kirche stark beschädigt. 1956 wurde das Provisorium mit der Einweihung des nach Vorstellungen von Pfarrer Reinhold George neugestalteten Kirchenraums beendet. Dieser stellt einen wichtigen Beitrag zur modernen Sakralkunst in Berlin dar und legt der Gemeinde eine besondere gottesdienstliche Schwerpunktbildung nahe, die es seither hier immer gegeben hat. In den weiteren Jahren erfolgte der Ausbau der Kirche.

1962 wurde als zweite Predigtstätte eine Ladenkirche im Haus Motzstraße 52 eingerichtet. Geplant als Vorposten einer eigenen Gemeinde mit einer Kirche auf dem Viktoria-Luise-Platz, wurde sie zu einer Dependance, als die Verwirklichung der Pläne ausblieb. Zu einer Belebung kam es 1989 mit der Eröffnung des in einem Wohnhaus einliegenden Gemeindezentrums. In der Adventszeit 1989 konnte es gleich als Kaffee- und Wärmestube für den Zustrom der Menschen nach der Maueröffnung dienen. Die Räumlichkeiten werden für Gottesdienste und Andachten, für das Treffen verschiedenster Gruppen, für die Arbeit der Eltern-Kind-Gruppe und das Amt für evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis Berlin-Schöneberg genutzt. Der jährlich hier hin führende Martinsumzug strahlt auf den ganzen Viktoria-Luise-Platz aus.

Wir bemühen uns, eine im Herrn lebendige Gemeinde zu sein. Uns liegt daran, dass jeder Tag vor Gott und mit Gott gelebt werden will.

Axel Heyne

     

HEILSBRONNEN
GEMEINDEBRIEF

 

Wir erbitten als Jahresbezugspreis für unseren Gemeindebrief den Betrag von 15 €.

 

Zahlungen und Spenden für den Gemeindebrief richten Sie bitte ausschließlich auf das folgende Konto der Evangelischen Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen:

 

Konto 86 30-1 01
BLZ 100 100 10
(Postbank Berlin)

Bildnachweis (Foto/Banner, Seite oben): Helmut Hlawa