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Medizinische DirektHilfe
in Afrika e. V.

 

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Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Kilelengwani, April 2004
 
Der Verein

Der gemeinnütziger Verein Medizinische DirektHilfe in Afrika e. V. wurde von Dr. Olaf Förster gegründet und ist seit 1999 erfolgreich in Kenia tätig. Dank unserer Fördermitglieder, Spenderinnen und Spender und zahlreicher Medikamentenspenden der Pharma-Industrie können wir unseren Dienst unter den Not leidenden Menschen in Kenia durchführen und ausbauen. Eine wesentliche Besonderheit unserer Organisation besteht darin, dass jeder Euro, der für Afrika gespendet wird, auch zu 100 % in Afrika zum Einsatz kommt! Für Sachkosten, beispielsweise Kontoführung, Porto, Büromittel und Informationsmaterial, haben wir Sachkostenspender! Die Verwaltung wird ehrenamtlich geleistet. Mit den folgenden Abschnitten stelle ich Ihnen unsere Arbeit kurz vor, die für viele Menschen zum Segen geworden ist.

Gesundheitsstation Kokotoni
Begonnen hat alles einmal mit der Gesundheitsstation in Kokotoni, einem abgelegenen Dorf, ohne fließendes Wasser und ohne Strom. Die Gesundheitsstation ist täglich geöffnet. Wir bezahlen eine kenianische Krankenschwester und die benötigten Medikamente. Die jährlichen Kosten liegen bei zirka 2.500 Euro. Die Gesundheitsstation wird von vielen Erwachsenen und Kindern aufgesucht. Für lebensgefährlich erkrankte Menschen kann über ein Notruftelefon ein Transport ins Partnerkrankenhaus nach Malindi organisiert werden.

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Mobile Sprechstunden
Über unsere mobilen Sprechstunden in abgelegenen Regionen hat das ZDF im Jahr 2003 unter dem Titel "Der Buschdoktor" in der Sendung zdf.reporter berichtet. In diesem Jahr haben wir die Zahl der Sprechstunden auf 10 erhöht, weil die Not in abgelegenen Regionen so groß und eine medizinische Versorgung für die meisten Menschen nicht erreichbar ist. Statistisch gesehen steht 30.000 Einwohnern ein Arzt zur Verfügung. Am Ostersonnabend 2004 wurden an einem Tag 2.375 Patienten behandelt! Eine Sprechstunde kostet ca. 700 Euro. Die benötigten Medikamente werden von deutschen Pharmafirmen gespendet bzw. in Kenia eingekauft.

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Hauskrankenpflege
Seit Januar 2004 haben wir Verantwortung im Kampf gegen AIDS mit unserem HIV/AIDS-Hauskrankenpflege-Projekt (CHW) übernommen. Kenianer werden zu AIDS-Krankenpflegern ausgebildet und kehren dann in ihre Heimatdörfer zurück, um AIDS-Kranke zu pflegen und deren Angehörige anzuleiten und zu begleiten. Die Hauskrankenpfleger können die AIDS-Kranken jederzeit ins Tawfiq-Hospital einweisen, wenn der Gesundheitszustand es erfordert. Außerdem klären sie die Dorfbewohner über HIV-AIDS und Ansteckungsrisiken auf. Die steigende Anzahl der Erkrankten lässt mittlerweile eine Teilzeitbeschäftigung nicht mehr zu. Darum werden von August bis Dezember in Malindi neue Krankenpfleger ausgebildet. Ab 2005 werden 12 ausgebildete AIDS-Krankenpfleger und eine leitende Krankenschwester (Koordinatorin) hauptberuflich diesen Dienst tun. Die AIDS-Krankenpfleger können in der Evang. Kirchengemeinde von Malindi seelsorgerische Begleitung erfahren.

Lebensmittelhilfe
Für AIDS-Waisen und für die Familien, in deren Mitte der Ernährer oder die Ernährerin durch die Krankheit nicht mehr arbeitsfähig ist, wurde ein AIDS-Lebensmittelhilfe-Programm entwickelt. Großeltern und Nachbarn, die AIDS-Waisen aufnehmen, aber nicht in der Lage sind, die Kinder zu ernähren, erhalten für die AIDS-Waisen eine regelmäßige Lebensmittelhilfe. Das HIV/AIDS-Hauskrankenpflege-Projekt (CHW) und das AIDS-Lebensmittelhilfe-Programm kosten uns zusammen jährlich etwa 25.000 Euro. Die beiden AIDS-Projekte sind damit die größten Ausgabenposten in unserem Haushaltsplan.

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Kostenlose Operationen
Die "Woche der Barmherzigkeit" (Week Of Mercy) finanziert die MDH seit 2004. Etwa 15 Kinder bzw. Erwachsene, die sich eine Operation nicht leisten können, deren Gesundheitszustand es aber dringend erforderlich macht, werden sowohl von den Ärzten des Tawfiq-Hospitals als auch von kenianischen Spezialisten auf unsere Kosten operiert. Die Woche der Barmherzigkeit kostet uns rund 2.000 Euro.

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Medikamente und Hilfsmittel
Medikamenten- und Hilfsmittel-Lieferungen: Am 3. August 2004 erreichten fast 1000 kg Medikamente im Wert von 231.466,19 Euro und Hilfsmittel unser Partnerkrankenhaus in Malindi/Kenia (Meldung »). Am 22. November waren es fast 700 kg Medikamente und Hilfsmittel, die Malindi/Kenia erreichten (Meldung »). Die großen Pharmafirmen haben sich wieder mit hochwertigen Medikamenten großzügig beteiligt. Die Fluggesellschaften Deutsche BA (dba) und die LTU beförderten die Medikamenten- und Hilfsmittel-Lieferung dankenswerterweise wieder kostenfrei von Berlin nach Mombasa. Die Medikamente und Hilfsmittel werden im Tawfiq-Hospital, in der Gesundheitsstation, auf mobilen Sprechstunden und unter den AIDS-Kranken eingesetzt.

Patenschaften
Von einzelnen Fördermitgliedern werden sechs "Patenkinder" gezielt unterstützt. Die MDH finanziert darüber hinaus einzelne Stipendien für Kinder, deren Familien das Geld für die höhere Schule nicht aufbringen können. Die Kosten werden durch Fördermitgliedsbeiträge abgedeckt.

Famulaturen, Praktika
Unsere Fördermitglieder können sich bei Dr. Olaf Förster um eine Famulatur (Medizinstudierende) bzw. ein Praktikum (Krankenpflegeschüler/innen) im Partnerkrankenhaus in Malindi bewerben. Die Famulatur- bzw. Praktikumsplätze sind sehr gefragt

Weiterführende Informationen
Auf unserer Website www.mdh-africa.org finden Sie noch mehr Informationen. Wir freuen uns über jede Unterstützung, die es uns ermöglicht, den Not leidenden Menschen in Afrika zu helfen. Vor allem mit Ihrer Fördermitgliedschaft machen Sie uns langfristig handlungsfähig!

Pfarrer Thomas Lübke (Foto: Andreas Kirsch)

Dankbar grüßt Sie aus der Geschäftsstelle der MDH in Berlin

Thomas Lübke
2. Vorsitzender und Schatzmeister
Pfarrer der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde

 

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